Prolog
Klosterregeln
Der Hl. Benedikt von Nursia schuf im 6. Jahrhundert mit seiner „Regula Benedicti“,
in 73 Kapiteln gegliedert, die Grundlagen des klösterlichen Lebens und Arbeitens,
die bis heute gültig sind.
Mit seinem Wahlspruch „ora et labora“ (bete und arbeite) strebte er eine Einheit
der geistigen und materiellen Welt an. Die Arbeit sollte als eine Fortsetzung
der göttlichen Schöpfung verstanden werden.
Außer Regeln für den klösterlichen Alltag und Verhaltensregeln, wie Gastfreundschaft,
Körperpflege, Krankenpflege, Ernährung und Tugenden - z.B. die Achtsamkeit und
Mäßigung betreffend - wurden auch wirtschaftliche und kulturelle Werte definiert.
Ein wesentlicher Wert, der in den Regeln festgelegt wurde, war die Autonomie
der Klöster, verbunden aber mit der Auflage, daß weder einzelne Nonnen bzw. Mönche
noch die Klostergemeinschaft den Ort verlassen dürften (stabilitas loci). Sie
sollten mit dem zufrieden sein, was der jeweilige Ort bietet und durch Handwerk
und Landwirtschaft die wirtschaftliche Unabhängigkeit ihres Klosters sichern.
Mit diesen Prinzipien einer örtlichen und schonenden Kreislaufwirtschaft hat
der Hl. Benedikt die Basis dessen geschaffen, was wir heute Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein,
soziale Verantwortung, ökologische Landwirtschaft und Stärkung der Region nennen.
Kontinuität & Nachhaltigkeit
Besonders die Benediktiner- und Zisterzienserorden lebten und arbeiteten seit
der “regula benedicti” nach dem Ziel, daß all ihr Tun Gott und Sein Werk verherrlichen
und dem Wohl des Menschen dienen solle.
Die Natur wurde als Leihgabe Gottes verstanden und so behandelt.
Habgier und Verschwendung waren verboten (Reg. Benedicti Kap. 31).
Die durch Fleiß und Geschick erwirtschafteten Überschüsse in den Klöstern flossen
in karitative Aufgaben, wie z.B. Schulen, Krankenhäuser oder Kinderheime, oder
wurden zum Erhalt und zur Pflege der Kulturschätze gebraucht. Die Klöster entwickelten
sich bald zu geistigen und wirtschaftlichen Zentren ihrer Region und leisteten
einen enormen Beitrag zur Entwicklung von Landwirtschaft, Weinbau, Heilkunde,
Baukunst u.v.m. . Damit schufen sie eine der Grundlagen unserer europäischen
Kultur.
Die Klöster sorgten außerdem für die Aufbewahrung und Vervielfältigung literarischer
Schätze, widmeten sich der Erziehung, der Pflege der Wissenschaften und Künste
sowie der Musik.
Werte & Qualität
Diese bis heute gültigen Handlungswerte sichern eine verantwortungsbewusste,
authentische und nachhaltige Herstellungsweise, sowie eine außergewöhnliche
Qualität.
Mit diesen Werten ist es nicht vereinbar, daß heute übliche Zusatzstoffe, wie
Geschmacksverstärker, künstliche Farb- und Konservierungsstoffe, künstliche
Aromen, etc. Verwendung finden.
Obwohl nur wenige der angebotenen Klosterwaren nach kontrolliert biologischem
Anbau zertifiziert sind, werden alle nach ökologischen Prinzipien angebaut
und hergestellt. In allen Klöstern kümmern sich beauftragte Nonnen bzw. Mönche
persönlich um die Reinheit und Qualität ihrer Erzeugnisse und garantieren diese
auch.
Die Klosterprodukte werden in einem langsamen Herstellungsprozeß mit geringen
Stückzahlen in sorgsamer Handarbeit hergestellt. Das macht sie so wertvoll,
gerade in einer Zeit der Wegwerfmentalität, Uniformität, Schnellebigkeit und
weltweiten Verfügbarkeit üblicher Massenprodukte. Deshalb halten wir Klosterprodukte
für förderungswürdig.
Wir haben in diesem Katalog eine besondere Auswahl an feinen Genüssen und natürlichen
Pflegemitteln zusammengestellt, hochwertige Waren von denen wir selbst überzeugt
sind. Dabei möchten wir Freude an der Einzigartigkeit dieser Klostererzeugnisse
wecken und hoffen, etwas von unserer Begeisterung auf unsere Kunden übertragen
zu können.
Gönnen Sie sich etwas Gutes für Leib und Seele.
Ihr KlosterMagazin
